Mindset · Lektion 5 von 8
Zu riskant: Wahrscheinlichkeit, Wirkung und Reversibilität
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Risiko ist eine mögliche Folge, keine sichere Unmöglichkeit
Ein riskanter Weg kann gelingen oder scheitern. Entscheidend sind Wahrscheinlichkeit, Schadenshöhe, Erkennbarkeit und Reaktionsmöglichkeit. „Zu riskant“ sollte daher in ein konkretes Szenario übersetzt werden.
Vier Risikofragen
- Wie wahrscheinlich ist die unerwünschte Folge?
- Wie stark wäre ihre Wirkung?
- Wie früh würde sie erkennbar?
- Wie reversibel wäre der Schritt?
Unsicherheit und Risiko
Bei Risiko sind mögliche Folgen und Wahrscheinlichkeiten zumindest grob bekannt. Bei tiefer Unsicherheit fehlen wichtige Szenarien oder Daten. Dann sind kleinere Tests, Reserven und fachliche Einschätzung wichtiger als eine scheinbar genaue Prozentzahl.
Risiko reduzieren
Verkleinere Einsatz, begrenze Dauer, sichere kritische Ressourcen, teste zuerst, verteile Abhängigkeiten oder wähle einen Rückweg. Eine Absicherung ist sinnvoll, wenn ihre Kosten zum reduzierten Schaden passen.
Risiko nicht romantisieren
Mut ist kein Ersatz für Schadensanalyse. Ebenso ist Angst kein Beweis, dass der Schaden wahrscheinlich ist. Trenne Gefühl, Szenario und Beleg.
Abbruchgrenze
Lege ein Signal fest, bei dem du stoppst oder neu bewertest. Die Grenze muss früh genug erkennbar sein, bevor der Hauptschaden eintritt.
Ein kalkuliertes Risiko kennt Szenario, Einsatz, Warnsignal und Rückweg.
📝 Aufgaben
Praxisaufgabe: Risikoprofil
- Formuliere drei konkrete unerwünschte Szenarien.
- Bewerte Wahrscheinlichkeit, Wirkung, Erkennbarkeit und Reversibilität.
- Trenne belegtes Risiko und tiefe Unsicherheit.
- Entwickle eine kleinere, abgesicherte oder reversible Variante.
- Definiere Frühwarnsignal und Abbruchgrenze.
Mini-Schritt: Ersetze heute „zu riskant“ durch das eine konkrete Schadensszenario, das deine Entscheidung tatsächlich trägt.
❓ Quiz · 4 Fragen
Mehrere Antworten können richtig sein. Für den Kursabschluss brauchst du insgesamt mindestens 80 %.
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