In dem Zimmer meiner Tochter

 

während sie die Treppe hinunter läuft überkommt sie wie jedes mal dieses tief drückende Gefühl in der Brust. Mittlerweile kann sie die Anzeichen einer Panikwelle gut deuten, also holte Sie tief Luft, schließt die Augen und stößt beim ausatmen einen leisen Seufzer der Verzweiflung aus. Immer wenn sie oben im Zimmer ihrer Tochter war spürt sie wieder und wieder die Verzweiflung und erlebt von neuem die elend langen und quälenden Kämpfe, die sie beide gegeneinander ausgetragen hatten. Auf der einen Seite taten sie sich unglaublich gut und die eine konnte von der anderen lernen, auf der anderen Seite konnten sie sich aber auch als einzige da treffen wo es am meisten wehtat, mitten in das innerste der Seele.Heute war sie wieder oben und arbeitete an einem ihrer neuen Projekte. Nachdem mehr als ein halbes Jahr vergangen war seid sie ihre Reise in die Ferne angetreten hatten, hatte sie sich innerlich quälend dazu durchgerungen hier und da ein paar Veränderungen zuzulassen. Die Möbel blieben wo sie immer schon waren und alles was die Reise nicht mit angetreten hatte, war fein säuberlich in einen Schrank verlagert worden. Sie hatte nur ihren Pc, ein paar Kabel und zwei oder drei verschiedene Geräte oben hingestellt damit sie arbeiten konnte. Viel Materielles war ihr sowieso nicht von ihrer Tochter geblieben und die besonderen Sachen hatte sie an einem besonderen Ort versteckt, den nur sie kannte.Jedes mal wenn sie oben in diesem nackten Zimmer stand versuchte sie sich vorzustellen das dass hier einst gelebte Leben wieder aufleben würde, aber alles ein klein wenig in die grade Richtung verrückt. So das es für sie beide keine Qual mehr war und sie mehr schöne Zeiten miteinander verbringen würden. Anfangs hatte sie es noch vermieden nach oben zu gehen, denn oben waren ihre größten Ängste am schlimmsten, aber sie wusste wenn sie sich ihren schlimmsten Ängsten nicht stellen würde, würden sie sie irgendwann ganz verschlingen und dann konnte sie keine von ihnen retten. Wenn sie das Zimmer verließ wurde ihr klar wie schwer es ihr fiel sich an die guten Zeiten zu erinnern. Es war nicht so das sie keine miteinander gehabt hätten im Gegenteil sogar, es gab sehr viele sehr schöne Zeiten miteinander, ab so wie sie mit jedem schönen Erlebnis ein schönes Gefühl teilte, so teilte sie auch mit den gleichen schönen Erinnerungen, auch immer ein negatives Gefühle und das machte sie jedes mal fertig.



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